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1999

Nachtblau
Mo liest, wie viele Kinder, abends gern mit einer Taschenlampe im Bett. Am liebsten liest sie spannende Geschichten von weiten Reisen, wilden Tieren und lustigen Gestalten... Eines Abends jedoch kommt ein Traumbär durchs offene Fenster und Mo landet mitten in einem Abenteuer - was da alles passieren kann... Wo hat die Feuerwehr schon wieder ihren Helm gelassen? Was hat wohl der Kasper sich Freches ausgedacht? Und was steckt eigentlich in der großen Kiste? Unglaublich was alles passieren kann, wenn Spielzeug lebendig wird. „Nachtblau“ ist ein Tanzstück der jlling-company Rostock für Kinder ab 5 Jahren.

 

Inszenierung: Peter Mann
Choreographien: Peter Mann/Gruppe
Musik/Kompositionen: Stephan Goltermann, Dirk Wüstenberg
Kostüme/Requisiten: Leistungskurs Kunst des Stephan-Jantzen-Gymnasiums unter Leitung von Sabine Hardt
Tänzerinnen/Tänzer: Anne-Kathrin Freitag, Sabine Hardt, Ingo Hartlieb, Sabine Hilliger, Susann Kadler, Dorothee Lipke, Peter Mann, Anka Matuszewski, Steffi Pohlmann, Marianne Stögbauer, Martina Goltermann
Premiere war am 19. November 1999, „Fahrzeughalle“ Rostock

touchless circles

1998

Stückwerk
„Stückwerk“ – das sind 4 Stück Tanztheater-Soli und 1 Stück Tanztheater-Duett. Vier Personen auf der ruhelosen Suche nach dem stimmigsten Ort für sich, der bequemsten Lebenslage, der besten Ausstrahlung, dem perfekten Moment. Keine einfache Unternehmung!
Möglicherweise stellt sich heraus, dass nicht zu bekommen, was im Kopf abgemachte Sache ist – und das treibt mitunter bunte Blüten...
Stück 1: „Bruchstück“ – Was du nicht im Kopf hast, hast du in der Tasche. Und die ist dann auch noch Schuld (Anne-Kathrin Freitag).
Stück 2: „zwischen durch am Tag“ - ...zwischen durch am Tag werden perfekte Momente mitunter zu Pustekuchen verbacken... (Susann Kadler)
Stück 3: „Blindschleife“ – Die Ferne ist, wo ich nicht bin, ich tu und mach und komm nicht hin... (Dirk Wenzel)
Stück 4: „Kunststück“ – eine Gebrauchsanweisung auf dem Weg zum Erfolg...haben Gebrauchsanweisungen jemals funktioniert? (Peter Mann)
Stück 5: „Duett“ – ohne Untertitel, ohne Erklärtext, ohne wirkliches Ende (Anne-Kathrin Freitag, Dirk Wenzel)

 

Tänzerinnen/Tänzer: Anne-Kathrin Freitag, Susann Kadler, Dirk Wenzel, Peter Mann
Inzenierung: Peter Mann
Licht/Ton: Ina Behrend, Marianne Stögbauer
Premiere war am 22. April 1999 in der "Fahrzeughalle" Rostock

Die Schiene kennt kein Halleluja
Ein Jahrhundert zurück. Als die Bösen noch so richtig böse waren und die Guten noch gut. In einer Zeit, als Pioniergeist noch etwas zählte, als man Konflikte noch mit dem Schießeisen löste, als der Westen noch wirklich wild war. Eine Epoche wie gemacht für Rutherford Reiley, den abgebrühten Spekulanten mit den schlimmen Tricks.
Das Amerika der Gründerzeit, die Dampflok frisst sich langsam durch das Land, okkupiert mehr und mehr Dörfer und Städte. Mit ihr kommen normale Geschäftsleute, die natürlich fette Beute wittern. Da möchte man als Erster vor Ort sein: ein bisschen Land erwerben, ein bisschen bauen…Alte und neue Welt geraten aneinander. Mittendrin ein armer Unbekannter, der insgesamt 6-mal stellvertretend für all die vielen Westerntoten ins Gras beissen muss.
„Die Schiene kennt kein Halleluja“ spielte auf drei Gleisen des Bahnhofs Kühlungsborn-West der „Mollibahn“ und hatte alles, was ein Western braucht: miese Bösewichter, naive Opfer, brennendes Klavier, Theaterdonner, Expolsionen und einen Hollywoodgerechten Showdown.
Eine Geschichte vom wilden Westen im hohen Norden.

 

Produktion: Aktion Theater Collage Köln, Tanztheaterprojekt Rostock
Buch: Molly Spitta, Holger Brüns
Inszenierung: Molly Spitta
Spieler: Gregor Weber, Mieke Jünemann, Katrin Klosa, Peter Mann, Sven Ehrecke
Musiker: Uwe Vogel
Bühne: Andy Semmler
Premiere war am 16. Juli 1998 auf dem auf dem Bahnhof Kühlungsborn-West der „Molli-Bahn“

trash
Bevor der Müllmann kommt. …Entsorgen wir unsere verbrauchten Gedanken und abgenutzten Vorstellungen von Heim und Hof. Stellvertretend wandern alle Indizien der Vergangenheit auf die Straße, bis eben besagter Müllmann kommt. Das kann dauern. Derweil schlagen wir uns mit Versatzstücken unseres Vorlebens herum, die Einzelteile all dessen direkt vor unserer Nase. Und da wir nichts Besseres zu tun haben, setzen wir die Einzelteile neu zusammen – ganz nach unseren Wünschen! Wunderbar: im „Nachgang“ lebten wir ein viel besseres Leben…

 

Inszenierung/Choreographie: Peter Mann
Tanz/Darsteller: Teilnehmer des Projektes „Trash“ am Bauhaus Dessau
Premiere: 6. Mai 1998 an der Bauhausbühne Dessau

 

2/3 Vaxations
Zu den Potsdamer Tanztagen 1998 wurde (wie so oft in der Fabrik Potsdam) zu einem Experiment gerufen: Eric Satie`s „Vaxations“ live am Flügel von 6 Pianisten gespielt bildeten den musikalischen Rahmen eines 20stündigen Tanzmarathons. 32 Choreographen der freien Tanzszene Deutschlands choreographierten für sich ein etwa fünfminütiges Tanz/Bewegungsstück nach Satie´s Musikwerk und brachten es nach Potsdam.
Die Idee: jeweils 3 Tänzerchoreographen tanzen gleichzeitig - auf ein Lichtsignal hin – ihre im Vorfeld erarbeiteten Choreographien. Die Zusammenstellung der Tänzergruppen erfolgte dabei nach dem Zufallsprinzip - Timing und Beziehung der Protagonisten zueinander änderten sich im Fünfminuten-Takt, aus den festgelegten Stücken wurden neue, bestehende Strukturen ständig verwandelt oder gänzlich neu „gebaut“. Der Zuschauer hatte die Möglichkeit, alle 30 Minuten die Marathon-Performance zu besuchen oder zu verlassen – und zu staunen, ob der ständig neuen Tanz-Konstellationen und Tanz-Bilder. Eine einmalige und eigenwillige Performance!


Idee, Konzept, Organisation: Amos Hetz (Israel), Fabrik Potsdam
Mitwirkende: 6 Pianisten, 32 Tänzer-Choreographen (u.a. Peter Mann)
einmalige Vorstellung während der Potsdamer Tanztage 1998

1997

night flight
Viele graue Zellen im Kopf sorgen dafür, dass die Tagesdinge be- und verarbeitet werden. Speicher werden aufgeräumt, es wird weggeschafft, umgekrempelt und angeschafft - normalerweise nächtens, schlafend. Aber was, wenn es keinen Schlaf gibt? Dann muss wohl der ganze Akt bei vollem Bewusstsein vollzogen werden.
Kann schön sein oder gar nicht so schön, anstrengend oder auch entlastend. Ein Wechselbad der Gefühle allemal.
Im Spannungsfeld zwischen allein sein wollen und nicht allein sein wollen, Erinnerungen haben aber auch nicht haben wollen (nämlich wenn sie nicht so gut sind...), zwischen Wunschträumen und Realität werden kleine Geschichten erzählt. Geschichten, die letztlich die Person sehr genau beleuchten, den Charakter beschreiben und Gründe menschlicher Verhaltensweisen offen legen.

 

Inzenierung/Choreographie/Tanz: Peter Mann
Premiere war am 08. Mai 1997

Stimmfarben
Stimme - Tanz - Musik
Die jlling-company am Tanztheaterprojekt Rostock präsentierte am 13. Februar ihr neues Stück „Stimmfarben“. Die Idee zu diesem Tanzstück lieferte die Überlegung, nicht wie üblich nur Musik, sondern auch Sprache und Tanz zu verbinden.
Entstanden ist daraus ein Spiel mit Stimm(ung)en, Farben, Formen und Empfindungen. Zwei Sprecher und drei Tänzer experimentieren mit ihren Ausdrucksmöglichkeiten, suchen nach Grenzen und Berührungspunkten. Sie entdecken die Musik in der Stimme, die Stimme im Tanz und den Tanz in den Farben. Ein Stück ohne Geschichte, das viele Geschichten erzählt.

 

Inszenierung/Konzept: Sabine Hilliger
Choreographien: Sabine Hilliger/Gruppe
Sprecher: Frank Bakczewitz
Tänzerinnen und Tänzer: Peter Mann, Steffi Pohlmann, Anke Vetter, Dirk Wenzel
Premiere war am 13. Februar 1997

vorerst letztes Kapitel
„vorerst letztes Kapitel“ erzählt von Menschen, die sich auf verschiedene Art und aus unterschiedlichen Gründen in eine fragwürdige Gesellschaft retten wollen. Einmal dort angekommen, warten sie erst einmal ab, scannen die anderen, legen sich schon mal Masken zurecht (natürlich wahlweise die ein oder andere…) und beginnen ihr Spiel. Und: nie zuviel von sich Preis geben, das bietet Angriffsfläche! So mutieren die Darsteller/Tänzer zu Kopien ihrer selbst. Die vorerst letzte Szene bebildert tänzerisch den freudbetonten Untergang einer „abgefahrenen“ Gesellschaft.


Inszenierung: Peter Mann
Choreographien: Peter Mann, Gruppe
Musik: Tim Hamacher
Tänzerinnen/Tänzer: Astrid Berg, Susann Kadler, Beate König, Andrea Krüger, Peter Mann, Corinna Mindt, Ralf Möller, Steffi Pohlmann, Carolin Schmidt, Holger Stein, Anke Vetter, Dirk Wenzel
Premiere war am 03. Juli 1997 in der „Fahrzeughalle“ Rostock

1996

Desert
Wüste, scheinbar bewegungsstill, karg und leblos, ein Nichts.
Das Leben in einer Stadt – nicht bewegungsstill, pulsierend, geschäftig, hektisch-treibend, lebendig. Lebendig, oder nur funktional? Zwei Orte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch beschleicht uns langsam das Gefühl, dass bei der Beschreibung eine Verwechslung vorliegt. Auf die Sichtweise kommt es an…Während wir uns von grenzenloser Urbanität, dem prallen Leben in Städten aushöhlen lassen und sich offensichtlich „die Wüste“ in uns ausbreitet, können wir mit stiller Zurückhaltung nichts mehr anfangen.
Jetzt das Experiment: ich setze mich freiwillig in eine reale Wüste aus und…unglaublich – ich gewöhne mich an mich. Und Besuch kommt ungelegen…


Inszenierung: Peter Mann
Choreographie/Tanz: Katrin Klosa, Peter Mann
Technik: Stephan Flor
Kostüme: Frank Bohn
Premiere war am 17. April 1996 auf dem „Kunst-Raum-Schiff Stubnitz“ Rostock

weather of hearing
Wir forschen. Nach dem besten Platz auf der Bühne (was immer es bedeutet…), erforschen die Reaktionsgeschwindigkeit der KollegInnen (auch auf der Bühne), die Textur von Raum und Körper, die interessantesten Sichtachsen und Sichtweisen. Immer geht es um das Zusammenspiel der Protagonisten und um Auswege, wenn das angestrebte Zusammenspiel nicht funktioniert.
„weather of hearing" ist ein improvisiertes Stück mit einer knappen, aber klaren Struktur. Das Geschehen lebt vom Augenblick und dem spontanen Reagieren innerhalb des festgelegten Rahmens. Die Produktion wurde an verschiedenen Orten in- und outdoor dem Publikum vorgestellt.

 

Konzept: Kurt Koegel (USA)
Tänzerinnen/Tänzer: Christin Cammradt, Katrin Klosa, Peter Mann, Kurt Koegel
Premiere: 02. Mai 1996

halbe blaue stunde
Blaue Stunde - es ist die Zeit zwischen Tag und Nacht, die Grenze zwischen Wachen und Träumen, zwischen Leben und Sterben, gleich dem schmalen Grat zwischen Wahrheit und Lüge. Während der Tag geht, verblassen Erinnerungen bis weiche Farben alles gut machen. Es ist 8. Drei Freundinnen verfallen der blauen Stunde, zeitgleich am selben Ort, nah beieinander. Der Tag haucht sich auf seinen letzten Metern dahin, gute Gelegenheit für eine liebliche Versenkung in die gewesenen schönen Momente. Wehe es macht da einer das Licht an. Und so passiert es dann auch. Nur: es ist kein Jemand, sondern sie selbst…im hellen Licht wird aus Versenkung Lava. Interesse und Zuneigung für den anderen schlagen in Neid und Aggression, sogar in Selbstzerstörungsaktionen um. Waren da noch Rechnungen offen? Wie nah doch Banales und Absurdes, (unfreiwillig) Komisches und (scheinbar freiwillig) Tragisches im Verhalten beieinander liegen…

 

Inszenierung: Katrin Klosa
Darsteller/Tänzerinnen: Christin Cammradt, Katrin Klosa, Katrin Tetzlaff
Premiere war am 04. Oktober 1996 im „Lokschuppen“, Rostock-Stadthafen