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2003

Lorca!
„Wer hat dem Mond den Stiel zerschnitten“ – ein Flamenco-TanzTheater-Projekt
Eine raue Halle im Kulturgüterbahnhof – rau, wie das Klima in Andalusien. Deutsche und spanische Sprachmelodien, verwirrende Rhythmen, Musik und sich bewegende Körper durchdringen den Raum. Der andalusische Schriftsteller, Musiker und Flamencoliebhaber hat ein kurzes, intensives Leben gehabt. Eine tiefe Mystik sowohl im Leben als auch im Tod, umhüllt diese Persönlichkeit. Die Bandbreite seiner künstlerischen Arbeit zwischen Dichtung, Flamenco und Bühnenarbeit findet sich in dem inszenierten Stück wieder. Sein Gespür für Sprache und der tiefe Symbolgehalt dieser werden gleichsam zum bestimmenden Mittel für dieses Bewegungstheater mit Live-Musik. „Lorca!“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Tanztheaterprojekt Rostock, jlling-company, Flamencostudio Jemez und der Theaterinitiative ARKA.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Ruth Möller, Veronica Artigas Odo, Gabi Kratsch, Ute Kringel, Kerstin Gruhn, Antje Boddien, Susanne Kreft, Peter Mann, Christian Reif, Sabine Hardt
Inszenierung: Veronica Artigas Odo
Choreographie: Ruth Möller, Peter Mann, Gruppe
Gesang: Ruth Möller
Musiker: York Kupzig, Torsten Jahnke, Klaus Hammer
Requisiten/Bühnenbild: Hans Kreft, Sabine Hardt
Premiere: am 12. Juni 2003 im KulturGüterBahnhof Rostock

Fight
ein Tanzstück der „electric flyers“ und „F.A.C.T“
Ein Streit eskaliert. Da stehen sich zwei Gruppen junger Menschen gegenüber, gehen aufeinander los und scheuen nicht mehr vor physischer Gewalt. Der unterschiedliche Musikgeschmack wäre ein sehr banaler Grund auch der „Anspruch“ auf einen Raum in einem verlassenen Industriegelände Hier geht es um mehr. Um Identifikation, Leitfiguren und vor allem um den Zeitpunkt, wann Gruppenzusammenhalt zum Dogma wird.
Im Verlaufe des Tanzstückes „fight“ reiben sich beide Gruppen mit ihren Idealen, Begehrlichkeiten, sozialen Verhaltensweisen und ihrer bisherigen Geschichte und Background.
„fight“ haben das Jugendtanztheater „F.A.C.T.“ und die „electric flyers“ mit Mitteln des Hip Hop und Tanztheaters umgesetzt. Den Zuschauer erwartet ein spannungsgeladenes Stück Tanz, groovige Musik und stürmische Bewegungs- und Spielfreude.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Andrea Berten, Sven Göhring, Malte Grohmann, Nora Hase, Hannes Knop, Jana Lemmrich, Franziska Rössel, Sven Schneider, Tanja Schramma, Carolin Schwuchow, Fridjof Treppke, Juliane Ulbricht, Hannes Wiese, Marie Wolter
Inszenierung: Peter Mann
Choreographie: Peter Mann, Gruppe
Premiere war am 28. Juni 2003

inside
„Inside“ ist nicht nur ein Tanz/Theaterstück, sondern gleich mehrere an einem Abend. Das Publikum wird die Möglichkeit haben, zwischen den teilweise gleichzeitig ablaufenden „Einzelteilen“ zu pendeln. Von Hochständen, Sichtachsen und –löchern aus kann das Treiben auf den Bühnen beobachtet werden. Oder der Zuschauer gönnt sich einen Gang auf markierten Wegen mitten durch das Geschehen. Publikum und Darsteller in Bewegung. Inside“ – gemeinhin der Blick auf „das/ein Innenleben“ – kann als Beginn einer Experimentalreihe mit Fortsetzungen bezeichnet werden. Was anfangs als Sicht auf rein organische Körperfunktionen in Tanz/Bewegung daherkommt (z.B. Gelenke, Atem, Kreislauf, Reaktionsvermögen etc.) und wie eine Unterrichtsstunde in Biologie aussieht, entpuppt sich im Verlauf als körperliche und emotionale Antwort auf äußere Störungen und Einflüsse. Ein bisher gut funktionierendes System bekommt plötzlich erhebliche Schwierigkeiten … und droht zu kollabieren.

 

Mitwirkende: Andrea Krüger, Sabine Hilliger, Dana Basedow, Katrin Warncke, Katrin Leukert, Robert Vergin, Alexander Kretschmer, Malou Heger, Yvonne Schöne, Maria Sinnecker, Angela Fethke, Arne Schneider, Sabine Hardt, Antje Schneider
Regie: Peter Mann
Soundcollage: Alexander Kretschmer
Layouts: Yvonne Schöne
Premiere: 5. Dezember 2003, 20.30 Uhr im Kulturgüterbahnhof Rostock

GehDichte
Auf Wegen, die noch keiner kennt, konnte man „GEHDICHTE“ im KulturGüterBahnhof Rostock erleben. Findet hin, kommt an, findet hindurch. Ein Weg mit Ziel und doch dreht man sich im Kreis. Allein, zu Zweit, mit Vielen...ohne Plan, mit Kompass, mit Herz.
Eine temporär aktive Künstlergruppe lud ein, Unbekanntes zu begehen, dabei Neues und Bekanntes zu entdecken. Zum Durchgehen Verlorengehen, Übergehen, dicht Vorbeigehen und gern auch Wiederbegehen ...
„GehDichte“ war eine begehbare Skulptur (ein etwa 400 Meter langes Labyrinth auf ca. 700qm), die für eine Verkürzung der technisch bedingten Winterruhe sorgte. Akteur war diesmal das werte Publikum selbst – „GehDichte“ war Installation, Ausstellung und gleichzeitig eine Einladung zum Spaziergang...

 

Öffnungszeiten: 01. März bis 30. April 2003 an allen ungeraden Tagen
Idee und Realisierung: Steffi Pohlmann, Peter Mann, Geertje Jacob, Martin Firzlaff, Ruth Möller, York Kupzig, Grit Sauerborn, Susann Kadler, Martina Goltermann

 

2002

Kampfzone
Die Welt, in der wir leben, ist ein Supermarkt. Es gibt auch eine große Spielabteilung. Das ist im Grunde schön, allerdings werden uns immer perversere Spielchen angeboten. Ohne dass wir es recht merken, ist so an einem bestimmten Punkt Schluss mit Spiel und Spaß. Das Leben, das wir leben, wird zum Kampf. Das ist eigentlich nicht schön. Dennoch halten wir uns willig und willenlos an die (Spiel)Regeln. Ein vom Überangebot zerstreutes Verlangen zerstört uns als Subjekte. Das Begehren nach dem SEIN wird ersetzt durch ein absichtsloses Begehren und „Begehrt sein wollen“. Dies bezieht sich nicht nur auf materielle, sondern auch physische Begierden, wenn auch nicht in erster Linie. Trotzdem haben wir noch keine Lust zu sterben. Wir stellen uns vor, dass früher oder später doch noch etwas passieren würde. Ein schwerer Irrtum, irgendwann ist dann nämlich Schluss, meistens ganz plötzlich. Davor ist Verbitterung.
Mit viel Spielfreude haben Ina Behrend und Peter Mann den Debütroman des französischen Autors Michel Houellebecq "Ausweitung der Kampfzone" als Tanzstück adaptiert: Ein junger Mann auf der Suche nach Glück. Doch er weiß nicht, wie er es finden kann. Ein vom Überangebot zerstreutes Verlangen hat das Begehren in Begierden erstickt. Die Welt, in der wir leben, hat uns arm gemacht. Arm an Sprache, arm an Gefühlen, arm an Symbolen. Zeichen der Liebe können nicht mehr dechiffriert werden. Zwangsläufig muss diese Suche scheitern.

 

Premiere am 10.10. 2002
Inszenierung: Peter Mann
Libretto/dramatische Bearbeitung: Martin Firzlaff
Bühne/Layout: Peter Mann/Geertje Jacob
Film: Geertje Jacob
Tanz: Ina Behrend, Peter Mann

 

Peter und der Wolf
ein musikalisches Märchen von Sergej Prokofiev
Dieses bekannte und vor allem bei Kindern beliebte Musikstück, erscheint nun in einer frechen und tänzerischen Version. Das Jugendtanztheater "F.A.C.T." und die jlling-company Rostock erarbeiteten erstmals gemeinsam ein Stück für Kinder und brachten es im "Tanzdepot" des KulturGüterBahnhof Rostock zur Aufführung.
Der mutige Peter und sein Freund - der Vogel - fangen unter dramatischen Umständen den sehr hungrigen Wolf, der schon die Ente auf seinem Gewissen hat. Entgegen der Warnungen des Großvaters nicht auf die große, weite Wiese zu gehen und misstrauisch-ängstlich von der Katze beäugt, wird eine Seilschlinge dem Wolf zum Verhängnis, die Peter und der Vogel schlau am Baum platzieren und in der sich der Wolf verfängt.
Die Jäger, dem Wolf schon länger auf der Spur, können die Schießgewehre beiseite legen und den Wolf in den Zoo transportieren. So nimmt die Geschichte ein gutes Ende; selbst die Ente quakt deutlich hörbar aus dem Bauch des Wolfes - er hatte sie in der Eile lebendig heruntergeschluckt.

 

Inszenierung: Peter Mann
Darsteller: Andrea Berten, Anne-Kathrin Freitag, Sabine Hardt, Nora Hase, Fanny Gottschalck, Sandra Lange, Jana Lemmrich, Steffi Pohlmann, Franziska Rössel, Maria Sinnecker, Tanja Schramma, Carolin Schwuchow, Juliane Ulbricht, Marie Wolter
Bühnenbild: Kai Erxleben, Peter Mann, Katrin Leukert, Steffi Pohlmann, Sabine Hardt
Kostüme: Sabine Hardt, Peter Mann, Maria Sinnecker
Layout: Steffi Pohlmann

 

Dreams
Träume können so schön sein. Oder auch nicht: es kommt ganz darauf an, was ich am Tag alles erlebt habe (oder wie toll das TV-Abendprogramm war).
Bis in den Schlaf hinein manipulieren uns die Medien. Versuchen wir uns abzugrenzen oder lassen wir uns von ihnen treiben? Was ist echt, was falsch und wie finde ich das ´raus?
Wie aus vielen Traumsequenzen zusammengesetzt ist das erste abendfüllende Stück des Jugendtanztheaters „F.A.C.T.“

 

Darstellerinnen/Darsteller: Andrea Berten, Nora Hase, Fanny Gottschalck, Aline Jonuschat, Sandra Lange, Jana Lemmrich, Franziska Rössel, Tanja Schramma, Carolin Schwuchow, Juliane Ulbricht
Inszenierung: Peter Mann
Choreographie: Peter Mann, Gruppe
Requisiten, Bühne: Peter Mann
Premiere: 19. September 2002

 

Gleiswechsel
Vom Regen in die Traufe.
Ein überdimensioniertes Würfelgerippe als Resthaut einer mehr oder weniger funktionierenden WG bildet Ausgangspunkt und gleichzeitig Synonym der Aktion in zwei je 700qm großen Hallen des KulturGüterBahnhof Rostock. … Eben das, was von einer Behausung übrig geblieben ist. Die „Heimstatt“ hält nunmehr nicht länger, was sie mal versprach. Flucht oder Bleiben, Bleiben aber mit Veränderung, Flucht mit heimlicher Wiederkehr. Wie lange darf man eine Bindung aushalten, wann wird sie zur Falle? Resultat: wir wissen es nicht - stellen aber wagemutige Behauptungen auf…

 

Inszenierung: Peter Mann, Tanzstudio Jemez, Ateliergemeinschaft im KGB

Musik/Geräusch: Peter Mann, Tanzstudio Jemez

Tänzerinnen/Tänzer: Veronika Artigas, Anne-Katrin Freitag, , Sabine Hilliger, Susann Kadler, Sandra Kuhlbrodt, Ruth Möller, Peter Mann, Christian Reif, Maria Sinnecker

Premiere: 10. Juni 2002

Spring Time Blues
Die Winterpause hat ein Ende! Aus der winterlichen Erstarrung wird frühlingshafte Umtriebigkeit. „spring time blues“ feiert dies mit ganz eigenen Mitteln. Fünf Tanzproduktionen in drei unterschiedlichen Räumen gab dem geneigten Publikum Möglichkeit zum Wandeln, Schauen, Verweilen, Genießen. Eine Stimme aus dem Off „begleitete“ und leitete sowohl die Besucher als auch die Akteure. Am Anfang standen die Tänzer im Mittelpunkt – fokussiert durch Bühnensituation und Licht, am Ende war es das Publikum, welches sich unversehens „in der Mitte“ wieder fand. Allen Tanzstücken gemein: der Blues in seinen verschiedensten Farben und vertanzte „Spring Time“-Geschichten.
Mit dem einmaligen „Spring Time Blues“ eröffnete am 17. April, 20.30 Uhr die jlling-company ihre Spielzeit im Tanzdepot des Kulturgüterbahnhofs.

 

Premiere war am 17. April 2001
Inszenierung: Peter Mann, Marina Konovalova
Musik: Peter Mann, Aufnahmen von verschiedenen Dampflokomotiven
Sprecher: Martin Firzlaff
Tänzerinnen/Tänzer: Anne-Katrin Freitag, Sabine Hilliger, Susann Kadler, Marina Konovalova, Susanne Kreft, Sandra Kuhlbrodt, Peter Mann, Ralf Möller, Maria Sinnecker

2001

balance
Das Tanztheaterstück „Balance“ basiert auf dem Drama "Geschlossene Gesellschaft" von J.-P. Sartre. Zwischen drei Menschen, abgeschnitten von der Außenwelt und ganz auf sich bezogen, entspinnt sich ein Spiel zwischen Hoffnung und Entmutigung, Zuneigung, Hass, unbedingtem Willen und Aufgeben. Aus banalen Situationen wird existenzieller Kampf, angeheizt durch eine schwierige Dreiecksbeziehung und den Umstand, dass keiner der Beteiligten den Spielort verlassen darf. Was bei Sartre der geschlossene Raum ist hier eine begrenzte, enge Bühnenfläche. Der Clou: eine nach allen Seiten bewegliche Bühne verdeutlicht Ausgewogenheit und Diskrepanz, Harmonie und Streit auf der Basis einfacher Physik – entweder ist sie ausbalanciert oder sie ist es nicht.
Dieses mit Live-Musik von Stephan Goltermann begleitete Tanzstück wirft unweigerlich die Frage nach Möglichkeit und Unmöglichkeit von menschlicher Kommunikation und nach dem Umgang miteinander in extremen Situationen auf.

 

Wiederaufnahme am 27. September 2001
Inszenierung: Romy Hochbaum
Tänzerinnen/Tänzer: Sabine Hilliger, Susann Kadler, Peter Mann
Musiker: Stephan Goltermann
Bühnenkonstruktion: Joachim Manger

erste Entgleisung
Performance
Anlässlich der ersten Rostocker Kunstnacht wurde in Zusammenarbeit mit dem Flamencostudio Jemez, der Ateliergemeinschaft im KGB, verschiedenen Rostocker Musikern der KulturGüterBahnhof Rostock offiziell eröffnet.
Züge, Bahnhof, Koffer, hastende Menschen. Abgereist aber noch nicht angekommen – unterwegs. Auf der Reise bleiben nur kurze (Augen)blicke, Begegnungen, Beobachtungen, Gedankenfetzen. Reise ist Wagnis; wer weiß ob mein Ziel, Ziel bleibt – Begebenheiten mich aus der Bahn werfen. Abgereist bin ich ja…

 

Inszenierung: Ruth Möller, Peter Mann, Ateliergemeinschaft im KGB
Mitwirkende u.a.: Anne-Kathrin Freitag, Sabine Hardt, Sabine Hilliger, Susanne Kreft, Sandra Kuhlbrodt, Dorothee Lipke, Peter Mann, Steffi Pohlmann, Christian Reif, Maria Sinnecker
Premiere war am 28. Juni 2001

Dampf ohne Schotter
Ein altes Rostocker Bahngelände wandelt sich zum Kulturort – nichts gewöhnliches, das gibt es vielerorten in diesem Lande. Reges Treiben und Geschäftigkeit kennzeichnet beides – Volldampf sozusagen. Was aber, wenn dem Hochbetrieb die Puste ausgeht, weil die Basis unter den Füßen wegrutscht. „Dampf ohne Schotter“ – spielt nicht nur abstrakt mit Möglichkeiten sondern mit purer Realität. Der KulturGüterBahnhof Rostock als Synonym für kulturpolitische Ignoranz und Kurzsichtigkeit, die zuerst den „Schotter“ entziehen und dann staunen, dass kein „Dampf mehr da“ ist...
Dies war der Anlass für eine Performance auf einer 35 Meter langen und 1,60 Meter breiten Bühne. 10 Menschen in einem endlosen Netzschlauch mühen sich redlich einander näher zu kommen (sichtbar und dennoch behindert in der freien Bewegung). Fast scheint Nähe möglich zu sein, doch der äußere Zwang kann nicht abgelegt werden – das Auseinander Driften ist letztlich stärker.

 

Inszenierung: Peter Mann
Musik/Geräusch: Peter Mann
Tänzerinnen/Tänzer: Ina Behrend, Anne-Katrin Freitag, Martina Golla-Paap, Martina Goltermann, Susann Kadler, Susanne Kreft, Sandra Kuhlbrodt, Peter Mann, Maria Sinnecker
Premiere: 24. September 2002

in and out a box
Die “electric flyers” – eine reine Jungsgruppe des “Tanztheaterprojekt Rostock” wurde im Februar 2001 zum ersten nationalen Jugendtanzfestival in Berlin als eine von 16 Gruppen aus ganz Deutschland nominiert. Speziell für dieses Festival wurde das 10minütige Tanz/HipHop-Stück „in and out a box“ erarbeitet. Eingezwängt in einen imaginären Glaskasten wird sich nach unumgänglicher „friedlicher Koexistenz“ gemeinsam Platz verschafft. Was tun mit der neu gewonnenen Freiheit? Vorher war Zusammenhalt und jetzt? Funktioniert Gruppe nur unter Zwängen? Denn plötzlich stört mich das Andere am Anderen, vorher spielte das keine Rolle…

 

Inszenierung/Trainingsleitung: Peter Mann
Tänzer: Torsten Barkholz, Sven Fitzner, Florian Karpinski, Hannes Knop, Andre Loebsin, Robert Matthes, Florian Pach, Markus Pohl, Friedjof Treppke, Hendryk Uplegger, Vincent Wapsa, Hannes Wiese

Halle 9
Die leeren Lagerhallen des Güterbahnhofs in Rostock bildeten den Ausgangspunkt für eine Tanz-Theater-Musikperformance mit Künstlern aus Moskau, Berlin und Rostock in Zusammenarbeit mit dem tanzland Rostock. In Kontrast zu 700qm Stahlbetonhülle entwickelten sich persönliche Geschichten aus diesem Ort heraus zu einem Gewebe aus Sprache, Bewegung und Sound. Skurrile, tragik-komische und abstrakte Momente - provoziert vom rohen Charme der „Halle 9“ – unterstützt durch ein spartanisches Bühnenbild, das sich immer wieder verändert wurden durch Sound zusammengeführt. Das räumliche Ausloten der Riesenhalle durch die drei Protagonisten führte zu Begegnungen und dem „sich verlieren“; punktuelle Beziehungen können nicht aufrechterhalten werden und verschwinden im Nichts.

 

Inszenierung: Sandra Draschaft, Marc Thurow
Assistenz: Sabine Hardt
Schauspiel/Tanz: Marina Konovalova, Ann-Marie von Löw
Musiker: Stefan Streck

 

2000

DayLight
Die Zeit rennt, und wir rennen mit...
...oder rennen wir ihr hinterher - der Zeit: den täglichen Verlockungen, Verheißungen, Trugbildern. Und wer zu spät aufsteht, den bestraft die Stechuhr! Auf der Jagd nach den vielen Begehrlichkeiten neowestlicher Welt ist perfektes Timing, wandlungsfähiges Spiel und manchmal auch animalische Überlebenskunst gefragt. Keine leichte Aufgabe, wenn im Hintergrund die allgegenwärtigen Zeitmesser unerbittlich ticken. Da darf dann schon mal getrickst werden. „Day Light“ ist eine Anleitung mit vielen praktischen Tipps und Hinweisen, um zumindest halbwegs unbeschadet durch den Tag zu kommen.

 

Inszenierung/Choreographie/Tanz: Peter Mann
Premiere war am 02. März 2000 in der „Fahrzeughalle“ Rostock

Putzmunter
„Putzmunter“ ist eine aufgeweckte Gute Nacht Geschichte für Kinder ab 3 Jahre.
Wie jeden Abend verrichtet der Sandmann seine Arbeit. Er streut Schlafsand in alle Kinderzimmer und die Stadt taucht langsam in die Nacht.
Aber was, wenn es da einen kleinen, frechen Faun gibt, der einen großen Besen hat und den Schlafsand mit List wieder wegfegt? Die Nacht wird zum Tag und nicht nur Kinder und Faun spielen verkehrte Welt, auch der Mond und Sandmann kommen ganz durcheinander!

 

Inszenierung: Peter Mann
Choreographien: Peter Mann/Gruppe
Kostüme: Sabine Hardt
Layout: Steffi Pohlmann
TänzerDarsteller: Melanie Radow, Peter Mann, Ralf Möller, Sabine Hardt
Premiere war am 23. November in der „Fahrzeughalle“ Rostock

a robbery dance act
-ein Tanztheaterstück des Jugendtanztheater „skip steps“.
Im Mittelpunkt stehen zwei Detektive, die verzweifelt und zunehmend mit zweifelhaften Methoden versuchen einen Raub aufzuklären. Dabei stellt sich (zumindest für das Publikum) nach und nach heraus, dass die Frage „Wer Wen?“ nicht weiter hilft. Vielmehr darf es heißen: Wie… „a robbery dance act“ ist eine getanzte Verfolgungsjagd mit vielen Hindernissen – für das Publikum ein Krimi zum selber lösen.

 

Premiere war am 14. Juli 2000 in der „Fahrzeughalle“ Rostock
Inszenierung: Marianne Stögbauer, Peter Mann
Tänzerinnen: Anja Bresemann, Caroline Warluks, Fanny Clodius, Johanna Bähn, Julia Brilke, Kati Haffke, Linda Maetschke, Lore Landgraf, Marian Pflückhahn, Martha Neuke, Maxi Specht, Regina Ernesto, Sandra Poltz, Stefanie Tobien, Ulrike Knorr, Ulrike Schenka