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2007

„schachmatt“
Wer heute dein Freund ist, kann morgen dein Feind sein, und wer dich gestern noch bekriegte, ist heute dein engster Verbündeter. So ist es und so war es immer. Verrat ist eine gängige Praktik des Überlebens und des Machtgewinns. Üben wir spielerisch: Zwei Gegenüber bewegen abwechselnd Figuren auf einer begrenzten Fläche mit dem Ziel, dem anderen das eigene Genie zu zeigen besser noch das Mattsetzen des Gegners.
Aber die Figuren springen einfach vom Brett und es beginnen überraschende, manchmal hinterhältige und oft wohlüberlegte Intrigen, Winkelzüge und Manöver die die Figuren auf Trab halten und sie letztlich in den Verrat treiben.
„schachmatt“ ist die neue Tanztheaterproduktion des Jugendtanztheaters „electric fact“ aus Rostock. Eine Mischung aus Tanztheater, Bodyperkussion und Hip Hop mit treibenden Rhythmen aber auch sinnlichen Momenten erwartet das Publikum.

Inszenierung: Peter Mann
Tänzer: Andrea Berten, Nora Hase, Emilie Körber, Daniel Leingang, Jana Lemmrich, Johanna Quade, Christopher Ressel, Sven Schneider, Tanja Schramma, Max Ternes, Steffi Witt
Coreographien: Peter Mann, Gruppe
Premiere war am 28. Juni 2007 im Laderaum 4 auf dem "Kunst-Raum-Schiff" Stubnitz

Irr licht
Wikipedia: … Irrlichter sind seltene Leuchterscheinungen, die nachts insbesondere in Sümpfen und Mooren beobachtet werden können. Ihr unvorhersagbares und kurzzeitiges Auftreten erschwert die systematische Erforschung. Zu sehen ist ein bläuliches Leuchten, das für mehrere Sekunden sichtbar bleibt.(...) Die Irrlichter bewegen sich geheimnisvoll blau flackernd vor dem verirrten Wanderer und täuschen ihm so einen Menschen mit einer Laterne in der Nähe vor. Der Wanderer wähnt sich dem Ziel stets ganz nahe und erkennt die Gefahr zu spät…
Die Anfangsszene ist anheimelnd. Ein Menschenknäul, in sich verschlungen, in sich ruhend. Wären sie doch nicht aufgewacht! Sobald ein Auge sieht, eine Nase riecht, ein Ohr hört, eine Hand tastet: Wunsch oder Wirklichkeit, Sinnestäuschung oder Tatsache…? Wie oft wünschen wir Begehrenswertes herbei und erfahren dann, dass der Schein trügt.

 

Choreographie/Inszenierung: Peter Mann
Tänzerinnen: Andrea Krüger, Katrin Warncke, Frauke Erdmann, Sabine Hardt, Sabine Hilliger
Premiere war am 20. Januar 2007

Hexentanz
Die kleine Hexe möchte ausgehen, denn heute ist Walpurgisnacht. Doch auf dem Blocksberg, wo sich die großen Hexen einmal im Jahr zum spektakulären Zauberfest treffen, ist die kleine Hexe aufgrund ihres zarten Alters von „nur“ 127 Jahren unerwünscht und wird verjagt. Der Hexenrat stellt der kleinen Hexe eine schwere Aufgabe: Bis zur nächsten Walpurgisnacht soll sie eine gute Hexe werden, erst dann darf sie beim Hexentanz dabei sein. So zaubert sich die kleine Hexe mit ihrem besten Freund, dem Raben Abraxas, durch die vier Jahreszeiten und gibt ihr Hexenbestes. Dabei lernt sie viele liebenswerte Bewohner des Waldes kennen und schätzen und hilft ihnen wo sie kann mit ihren magischen Kräften. Bald eilt ein neuer Frühling herbei und das nächste große Hexenfest naht. Ob die kleine Hexe diesmal mittanzen darf?

 

Premiere war am 16. Juni 2007 in der "Bühne 602", am Stadthafen Rostock
Inszenierung/Choreographien: Dana Basedow, Andrea Krüger, Peter Mann
mit den Kindern und Jugendlichen der Tanzgruppen des "tanzland" Rostock

2006

Transit
Flughäfen sind Orte des Durchzugs, der flüchtigen Begegnungen, der Nervosität und der kulturellen Differenzen, der Gleichzeitigkeit von rasend schnell und endlos langsam, ohne Bodenhaftung. Im Niemandsland, warten, beobachten – eine spannungsgeladene Zwischenwelt. Hier gibt es nur erste Eindrücke. Meist sind sie wahr. Und einen zweiten Eindruck wird es nicht geben, eine unsichtbare Stimme begrenzt die Zeit. Dynamische, sich stetig verändernde Aktionssituationen geben den Blick frei auf eine unwirkliche Welt mit ihren Reisenden.

 

Inszenierung/Choreographie: Peter Mann
Tänzerinnen/Tänzer: Katrin Warncke, Andrea Krüger, Sabine Hilliger, Lina Nickel, Sabine Hardt, Peter Mann
Premiere war am 21. Januar 2006

shopping frenzy
Shopping, Geld ausgeben, das Konto überziehen. Wie eng sind wir und unser Lebensgefühl mit Konsum verbunden? Sehr eng! Wir kaufen uns kurzfristig glücklich. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gegenstände in den Einkaufstüten wirklich gebraucht werden. Wichtig ist der kurze Kick, sich etwas gegönnt zu haben. Danach kommt häufig der Katzenjammer, das schlechte Gewissen. Denn das Konto macht solcherlei Eskapaden nicht lange mit. „shopping frenzy“ mit dem Jugendtanztheater „electric fact“ wurde als einer von zwei deutschen Beiträgen von einer internationalen Jury zum Festival "dance and the Child international" in Den Haag (Niederlande) nominiert - und dort von Publikum und Festivalleitung mit Begeisterung aufgenommen.

 

Inszenierung: Peter Mann
Choreographien: Gruppe/Peter Mann
Darstellerinnen/Darsteller: Uwe Brauns, Nora Hase, Emilie Körber, Daniel Leingang, Dennis Prüfer, Johanna Quade, Christopfer Ressel, Franziska Rössel, Sven Schneider, Tanja Schramma, Carolin Schwuchow, Max Ternes, Juliane Ulbricht, Vincent Wapsa, Steffi Witt
Premiere war am 10. April 2005

Blitzeblau
- eine Unterwasser-Tanzgeschichte, die in die abenteuerlichen Tiefen des Meeres entführt erlebt ihre Uraufführung mit Kindern und Jugendlichen des tanzland Rostock.
Voller Neugier machen sich die Seepferdchen auf den Weg, um die magische Welt unter Wasser zu erkunden. Turbulent und fröhlich treiben die Meeresbewohner ihr Unterwasserspiel und geraten plötzlich in Schwierigkeiten. Sie wecken den griesgrämigen Kraken aus ihrem Tiefschlaf auf. Dieses Versehen hat schlimme Folgen, denn der Krake hütet den Wasserspiegel des Ozeans mit einem ganz speziellen Stöpsel. Vorausgesetzt er schläft friedlich und wird nicht gestört… Wie die Seepferdchen, Wasserflöhe, Algen, Schillerfische, Seesterne und der lebendige Meeresmüll die prekäre Lage in den Griff bekommen, erzählt die Geschichte.

 

Premiere war am 18. Juni, 11.00 Uhr in der Bühne 602 im Rostocker Stadthafen
künstlerische Leitung: Dana Basedow/Peter Mann
Kostümentwürfe: Sabine Hardt, Peter Mann, Dana Basedow

ruhe störung
Ruhe, die Abwesenheit von Aktivität, die Geschwindigkeit: gleich 0, also Nichtbewegung. Wir wissen: ein Spezialfall und unserer Kenntnis nach sehr selten anzutreffen. Angenommen dieses außergewöhnliche Ereignis tritt ohne äußere Faktoren oder „Dinge“ ein. Wie lang dauert es dann, bis ein vorbei huschender Reiz bzw. etwas Reizendes uns zurückholt und warum. Warum nicht in hart erkämpfter innerer Ruhe und Tiefenentspannung verbleiben (oder aushalten?)?
Antwort: Störungen haben Vorrang (sehr alte pädagogische Weisheit!). Unser Alltag pendelt von Beachtung zu beachtet werden, nicht beobachtet werden wollen und zurück. Wir lieben Stress, wir sind gern in Erregung und saugen das pralle Leben auf, bis wir platzen. Dann fühlen wir uns gut, weil wir ausgefüllt sind. Als moderne Menschen im Hier und Jetzt denken wir nicht an nachher. Und eine letzte Störung bringt uns zur letzten Ruhe.

 

Choreographie/Inszenierung/Tanz: Sabine Hilliger, Andrea Krüger, Katrin Warncke
Premiere war am 14. Juni 2006

 

2005

Valium
ein Tanztheater der „jlling-company“ im KulturGüterBahnhof Rostock
Ein Tag, wie jeder andere? Wenn ja, dann „Gute Nacht!“! Erfolgs gehetzt und mit Puls 120 verschaffen wir uns eine kleine, kreative Ruhepause. Und weiter zum nächsten Date. Überaus kommunikativ kommen wir daher, sind grundsätzlich verständnisvoll und überhaupt fit für die Welt. Immerhin: Glaube kann zuweilen Realität ersetzen. Im Zweifelsfall wird Wirklichkeit ein klein wenig gedehnt, gebogen, gepresst und versetzt. Ganz legale Nachhilfe auf der Leiter nach oben. Oder ist oben unten?

Valium ist kein Stück über gewöhnliche Drogen, dafür eines über verschobene Wahrnehmung, wahnhaften Erfolgsdruck und wahnsinnigen Lebenshunger.


Tänzerinnen und Tänzer: Dana Basedow, Angela Fethke, Sabine Hardt, Sabine Hilliger, Alexander Kretschmer, Katrin Leukert, Peter Mann, Katja Mohr, Anne Schiener, Maria Sinnecker, Robert Vergin, Katrin Warncke
Inszenierung: Peter Mann
Choreographie: Peter Mann, Gruppe
Kostüme/Requisiten: Sabine Hardt, Anne Schiener, Alexander Kretschmer
Premiere war am 02. Juni 2005

 

 

13 Gramm, Bitte!
Das neue Stück des Jugendtanztheaters "F.A.C.T." und "electric flyers"
Loser oder Winner? Außenseiter oder Insider? Oder indifferent dazwischen?
Auf einer Brachfläche haben sich „Abtrünnige“ der hiesigen Gesellschaft häuslich eingerichtet. Fernab jeder Zivilisation und frei von deren Zwängen leben sie dort in einer eigenen „Welt“.
Dabei handelt es sich weniger um eine klassische Kommune, als um einen sehr bunten Haufen von Menschen, die ihre Vorstellungen eines Lebens „im Schwebezustand“ ausleben.
Eines Tages landen zufällig „Gäste“ in dieser Gegend. Ein Auto oder deren Insassen haben sich verfahren und - zu allem Unglück – hat das Gefährt einen Motorschaden. Eine Umkehr ist somit unmöglich und die Insassen sitzen im „Niemandsland“ fest.
Folglich prallen zwei Gruppen aufeinander: die Bürger und die Unbürger. Jeder beharrt auf seinen Lebensstil, es gibt Auseinandersetzungen, Grenzen verwischen und die wahren Charaktere kommen zum Vorschein.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Andrea Berten, Uwe Brauns, Nora Hase, Hannes Knop, Emilie Körber, Jana Lemmrich, Dennis Prüfer, Johanna Quade, Franziska Rössel, Sven Schneider, Tanja Schramma, Carolin Schwuchow, Juliane Ulbricht, Vincent Wapsa, Hannes Wiese, DBR-RJ 73
Inszenierung: Peter Mann
Choreographie: Peter Mann, Gruppe
Requisiten: Tanja Schramma, Markus Krull
Premiere war am 17. Juni 2005

Sternflüstern
Erzählt werden die Abenteuer 8 junger Sterne, die heimlich aus ihren Himmelbetten schleichen, um den Nachthimmel zu erkunden und dabei auf viele, ihnen unbekannte Wesen stoßen und so manchen Gefahren aus dem Weg gehen oder besser fliegen müssen. Mitwirkende sind kleine und große Tänzer und Tänzerinnen des "Tanzlandes" im Alter von 3-30 Jahren.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Kinder und Jugendliche der Tanzklassen der tanzland-studios
Inszenierung: Angela Fethke
Choreographie: Angela Fethke, Gruppe
Premiere war am 25. Juni 2005

Kaufrausch
Shopping, Geld ausgeben, das Konto überziehen. Wie eng sind wir und unser Lebensgefühl mit Konsum verbunden? Sehr eng! Wir kaufen uns kurzfristig glücklich. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gegenstände in den Einkaufstüten wirklich gebraucht werden. Wichtig ist der kurze Kick, sich etwas gegönnt zu haben. Danach kommt häufig der Katzenjammer, das schlechte Gewissen. Denn das Konto macht solcherlei Eskapaden nicht lange mit. „Kaufrausch“ mit dem Jugendtanztheater Rostock und den „electric flyers“ wurde als Festivalbeitrag von einer Jury zum 2. Nationalen Jugendtanzfestival in Berlin nominiert und vom dortigen Publikum euphorisch gefeiert.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Uwe Brauns, Johannes Friedrichs, Nora Hase, Hannes Knop, Emilie Körber, Dennis Prüfer, Johanna Quade, Christopfer Ressel, Franziska Rössel, Sven Schneider, Tanja Schramma, Carolin Schwuchow, Juliane Ulbricht, Vincent Wapsa, Hannes Wiese, Steffi Witt
Inszenierung: Peter Mann
Choreographie: Peter Mann, Gruppe
Premiere war am 02. Oktober 2005

...vergessen ist menschlich...
Unser Gedächtnis verliert keine Szene und keinen Vorgang, die wir im Leben einmal durchliefen. Oft scheint es nur so, als ob wir etwas restlos vergessen haben. Dabei bringen wir uns stets nur selbst um den Zugang zur unzerstörbaren Lebenskartei. So liegt es bei den Erinnerungen selbst, darüber zu entscheiden, was aus unserem Leben bewahrt werden soll und allem was wir vergessen, steht es auch nicht zu, für andere bewahrt zu werden. In unserem Kampf gegen das Vergessen sehnen wir uns nach dem perfekten Gedächtnis. Vielleicht übersehen wir jedoch dabei, dass Vergessen aufgrund der sich ständig wandelnden Umwelt lebensnotwendig ist. Vergessen ist menschlich.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Anne Schiener, Dana Basedow, Maria Kellmann
Inszenierung: Dana Basedow
Choreographie: Gruppe
Premiere war am 10. August 2005

Silencio
- eine 4teilige Performance mit den Titeln: „stille Wasser sind…“, „lautlos schreien“, „Der kalte Ton“ und „tanzfarbe“…
„Silencio“ wurde nur einmal – zur Winterserenade der östlichen Rostocker Altstadt – auf der Baustelle „tanzland 2“ aufgeführt.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Sabine Hilliger, Alexander Kretschmer, Katrin Leukert, Peter Mann, Yvonne Middelborg, Anne Schiener
Inszenierung: Peter Mann/Gruppe
Bühnenbild: Sabine Hardt/Peter Mann
einzige Vorstellung war am 14. Januar 2005 auf der Baustelle "tanzland 2"

2004

Gier
ein Tanzstück der jlling-company im KGB in Kooperation mit dem Tanztheaterprojekt Rostock, Tanzstudio Jemez und weiteren „Tanzschaffenden“ der Region.
„Ich rauche, bis mir schlecht ist.“ – einer der ersten Sätze aus dem Drama „Gier“ von Sarah Kane. Ich will deinen Nacken massieren und deine Füße küssen, ich will deine Hand halten und essen gehen, ich will tolle Filme sehen und schlechte Filme, ich will Radio hören und fern sehen, ich will Wein trinken und Sex haben, Kleider kaufen und Sex haben, bewundert werden, reden und tanzen, gehen, kommen. Ich will, dass du mir zuhörst!

„Gier“ beschreibt unbändiges Begehren, Erinnerung an Verluste in der Vergangenheit und befragt unsere Zukunft.

Angelehnt an dieses von der Kritik gefeierte Werk von Kane, ist erstmals eine (sehr freie) Tanztheaterfassung als Deutschlandpremiere zu sehen.

„Gier“ ist eine Produktion des KulturGüterBahnhof Rostock.


Tänzerinnen und Tänzer: Dana Basedow, Angela Fethke, Malou Heger, Sabine Hilliger, Susanne Kreft, Alexander Kretschmer, Katrin Leukert, Peter Mann, Katja Mohr, Melanie Radow, Ruth Möller, Anne Schiener, Maria Sinnecker, Robert Vergin, Katrin Warncke
Inszenierung: Peter Mann
Choreographie: Gruppe, Peter Mann
Musik/Texte: York Kupzig
Premiere war am 20. Mai 2004

 

 

Flossen hoch!
Banken sind wichtig, Banken ziehen an, Banken haben es in sich. Und vor allem geht es darum – um den „Bankinhalt“. Weil: Schön sind wir alle, aber reich? So versucht ein jeder und auf seine Art diesem gemeingültigen Anspruch näher zu kommen. Ganz zufällig ist auch gleich um die Ecke ein so genanntes Geldinstitut. Auf denn, ein „Bruch“ will geübt sein! Aber die Bankangestellten haben es faustdick hinter den Ohren, die Security verhält sich derart dilettantisch, dass sie schon verdächtig wirken, die Kunden verwickeln sich in ominöse Geschäfte, die Putzfrau hat alle Schlüssel. Und die Bande? Ein göttliches Quartett!
Im Verlauf der Geschichte wissen weder Publikum noch Regie und Darsteller, wer hier eigentlich welche Rolle spielt und es scheint so, dass es nicht mehr um Geld, sondern um das nackte Überleben oder zumindest um die eigene Ehre geht. Die Gier treibt skurrile Blüten – das Publikum hat seinen Spaß. „Flossen hoch“ ist eine locker-fröhliche Tanzparodie auf viele bekannte Bankräuber-Klassiker.

 

Darstellerinnen/Darsteller: Andrea Berten, Malte Grohmann, Nora Hase, Hannes Knop, Jana Lemmrich, Dennis Prüfer, Franziska Rössel, Sven Schneider, Tanja Schramma, Carolin Schwuchow, Juliane Ulbricht, Vincent Wapsa, Hannes Wiese
Inszenierung: Peter Mann
Choreographie: Peter Mann, Gruppe
Bühnenbild: Peter Mann
Premiere war am 26. August 2004 im KGB Rostock

Blut
„Blut“ - ein ganz besonderer Saft" ( Mephisto an Faust).
Über Jahrtausende haben sich rund um das Blut Geheimnisse, Mythen, Fantasien und Legenden gesponnen, von denen magische Faszination ausging. Nach alten Glaubensvorstellungen ist das Blut der Sitz des Lebens. Blut galt auch als wundersames Heilmittel, trank man doch Rinderblut oder sogar Menschenblut zur Heilung von Schwindsucht und zur Beruhigung der Dämonen. Aus dieser lauwarmen Flüssigkeit sind die sakrale und die profane Geschichte der Menschheit hervorgegangen, die stets von einem Meer von Blut umspült gewesen ist. Am Anfang war das Blut; es ist Bindeglied zwischen Gut und Böse, zwischen Leben und Tod.
Blut hat die Menschen zu allen Zeiten berauscht. Sie wollen das rituelle Opfer, das sie erlöst. Sie brauchen den Blutzoll als Symbol für die Gefahr des Vergehens und der Unmoral. Das Gute ist ohne das Böse nicht denkbar.
Im Bewegungstheaterstück „Blut – Part 1“ – einer Produktion des KulturGüterBahnhof Rostock wird der Mythos als Anlass genommen, um versteckte, jetztzeitige Riten und ihre erstaunlichen Wirkungen in Alltagssituationen zu testen.

 

Tänzerinnen und Tänzer: Ruth Möller, Peter Mann, Gabi Kratsch, Ute Kringel, Kerstin Gruhn
Schauspielerin: Kaya Schmidt-Tychsen
Inszenierung: Ruth Möller
Choreographie: Ruth Möller, Peter Mann, Gruppe
Musik: York Kupzig, Torsten Jahnke, Klaus Hammer
Gesang: Ruth Möller
Licht/Ton: Sabine Hardt
Premiere: 21. Dezember 2004 im Stellwerk des KGB